Geschichte:
Die Rehkitzrettung im Glarnerland nahm ihren Anfang im Jahr 2019. Damals wurde im Glarner Jagdverein ein Antrag gestellt, mit dem Ziel, junge Rehkitze besser vor dem Mähtod zu schützen. Aus dieser Idee entstand eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Glarner Jägerschaft, den kantonalen Verantwortlichen sowie Organisationen aus Natur- und Tierschutz. Gemeinsam wurde ein Konzept erarbeitet und dem Kanton vorgestellt.
Die ersten Drohnen wurden grosszügigerweise vom Glarner Tierschutz gespendet. Trotz der schwierigen Zeit während der Corona-Pandemie und trotz Materialengpässen wagten wir im Jahr 2020 den Start mit den ersten Einsätzen der Rehkitzrettung.
Was folgte, war geprägt von unzähligen freiwilligen Stunden, grossem Engagement und viel Herzblut. Frühmorgendliche Einsätze, organisatorische Herausforderungen, Erfolge, aber auch Rückschläge gehörten von Anfang an dazu. Doch jeder gerettete Jungreh machte den Einsatz mehr als wert.
Bis ins Jahr 2026 konnten bereits über 130 Rehkitze vor dem Mähtod bewahrt werden. Hinter jeder dieser Zahlen steht ein kleines Leben, das dank der Zusammenarbeit von Jägern, Landwirten, Helfern und Unterstützern eine Chance bekommen hat.
Und unsere Arbeit geht weiter. Mit Leidenschaft, Engagement und viel freiwilliger Zeit setzen wir uns auch in Zukunft dafür ein, Wildtiere zu schützen und Leben zu retten.
Wer sind wir?
Wir sind die Rehkitzrettung Glarnerland – ein engagiertes Team aus Jägern und privaten Helferinnen und Helfern. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, Rehkitze vor dem Mähtod zu schützen.
Für die Suche nach den jungen Tieren nutzen wir sowohl die klassische Verblendungsmethode als auch moderne Technik. Mit Wärmebildkameras, die an Quadrocoptern (Drohnen) eingesetzt werden, können die Rehkitze frühmorgens im hohen Gras aufgespürt und rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.
Durch vier Einsatzteams im Kanton Glarus ist sichergestellt, dass während der Mähsaison möglichst schnell und effizient geholfen werden kann.
Ausgangslage:
Der Kanton Glarus weist auf seiner Kantonsfläche zahlreiche Wiesen auf, welche durch die Landwirte gemäht werden. Diese Wiesen sind wichtige Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen, welche vom regelmässigen Mähen profitieren. Leider werden dabei auch Rehkitze vermäht, welche in den ersten Lebenswochen mit dem gepunkteten Fell gut getarnt sind und sich im hohen Gras ducken. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2019 eine Arbeitsgruppe bestehend aus dem Glarner Jagdverein, dem Kantonalen Amt für Jagd und Fischerei, dem Naturschutzverband Pro Natura Glarus, dem Tierschutzverein Glarus, der Kantonalen Hegekommission und einem Vertreter der Landwirtschaft ins Leben gerufen, um sich für die Rettung der Rehkitze intensiviert auseinanderzusetzen.
Die aktuelle Situation im Kanton Glarus der Rehkitzrettung mit den traditionellen Methoden, vor allem dem Verblenden, funktioniert schon sehr gut. Das Verblenden soll auch weiterhin das grundlegende Element der Rehkitzrettung bleiben. Weiter verfügt das Amt für Jagd und Fischerei über zwei Wärmebildbalken, welche aber kaum zum Einsatz gekommen sind, da sie zu wenig effektiv sind. Das Verblenden wird von den jeweilige Hegeortsobmännern der Region organisiert und durchgeführt. Auch die Wildhut beteiligt sich intensiv am Verblenden und koordiniert entsprechende Aktionen. Trotzdem verenden jährlich noch Rehkitze infolge Mähverletzung.
Einsatz:
Um den Mähtod zu verhindern, welcher in der ganzen Schweiz bis zu 1‘500 Mal pro Jahr zuschlägt, können sich die Landwirte vor dem
Mähen mit der lokalen Hegeobmännern in Verbindung setzen. Diese organisieren dann mit der lokalen Jägerschaft oder dem Multicopter Team, welche Art für die Wiese angewendet wird, sprich wird sie verblendet oder mit dem Multicopter angesucht.
Über den untenstehenden Link gelangen Sie zur Übersicht der Hegeobmänner der Rehkitzrettung.
Auf der Webseite finden Sie die Kontakte der jeweiligen Gebietsverantwortlichen sowie wichtige Informationen zu den Abläufen der Rehkitzrettung. Dort sehen Sie, bei wem Sie sich in Ihrem Gebiet melden können.
https://rehkitzrettung-kontaktliste.netlify.app/
Team:
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Markus WiggerEinsatzleiter
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Niels ScheunemannIT
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Frederic GollingPilot Raum Glarus Nord
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Roger NjistenPilot Raum Glarus Mitte
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Jeannette BeerPilotin und Helferin
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Yasemin ÜnsalPilotin Raum Glarus Mitte
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Toni RohnerPilot Raum Glarus Süd
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Rudolf LeuzingerInstruktor & Pilot Raum Glarus Nord
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Sam HorathInstruktor & Pilot Raum Klein und Grosstal
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Peter ReiserInstruktor & Pilot Raum Glarus Mitte
Markus Wigger
Einsatztleiter
- Einsatzleiter seit 2023
- Pflege der Multicopter
- Instandhaltung des Equipments
Niels Scheunemann
IT
- Hosting der benötigten Services
- Programmierung und Pflege von OpenSARDispatch
Frederic Golling
Pilot Raum Glarus Nord
Roger Njisten
Pilot Glarus Mitte
Jeannette Beer
Neupilotin vom Jahr 2023
Expertin rund um das Tierwohl und sozial sehr engagiert.
Yasemin Ünsal
Medien Verantwortliche
Pilotin seit 2023
Medienverantwortliche
Toni Rohner
Pilot Raum Glarus Süd
Neupilot vom Jahr 2023
Rudolf Leuzinger
Neupilot vom Jahr 2023
Seit 2024 Instruktor & Pilot Raum Glarus Nord
Sam Horath
Instruktor des Multicopters DJI Matrice 30T und DJI Enterprise Advanced und Pilot der ersten Stunde.
Peter Reiser
Instruktor Glarus Mitte
Instruktor des Multicopter Glarus Mitte und Pilot der ersten Stunde.
Gallery:
So Unterstützen sie uns
– Werde Gönner von Rehkitzrettung Glarnerland
Spenden Sie jetzt.
Als Non-profit-Organisation finanziert sich die Rehkitzrettung Glarnerland über Spenden.
Mit einem Beitrag unterstützen Sie uns in unserer Arbeit zum Wohl der Rehkitze – Herzlichen Dank!
Eure Beiträge werden für folgendes benötigt …
- Wartung, Ersatz und Aufrüstung unseres Rettungssystems
- Beschaffung weiterer Drohnen
- Diverse laufende Kosten
TWINT: 079 711 41 36
E-Banking: Glarner Regionalbank
Spendenkonto Rehkitzrettung
IBAN: CH63 0680 7710 0319 6784 0